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Der Sohn italienischer Einwanderer kam erst über ein Studium der Germanistik und der Theaterwissenschaften in München zum Theater. Von 1930 bis zum Kriegsende 1945 war er am Staatstheater in Berlin engagiert und wurde so zu einem der großen Theaterstars der 1930er Jahre. Während des Naziregimes stand Minetti auf der Liste der Schauspieler, die für die Filmproduktion benötigt wurden. Er wirkte in Leni Riefenstahls Film „Tiefland“ und in dem Nazi-Propagandafilm „Die Rothschilds“ mit.
Im Nachkriegsdeutschland wurde er als Sympathisant und Nutznießer des Nazi-Regimes angefeindet. Trotzdem kam er schon bald wieder zu Theater-Engagements, zunächst in seiner Heimatstadt Kiel und schließlich wieder am Schillertheater im Berlin. Hier wurde Minetti zu einem der großen Charakterdarsteller des deutschen Theaters. 1974 wurde Minetti mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet, 1994 mit dem Theaterpreis Berlin.
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