Mit der Libellenforschung fing alles an, denn schon als 6-jähriger verbrachte Dr. Dreyer viel Zeit an Teichen und Seen, um die außergewöhnlichen Insekten zu beobachten. Heute spricht er von Glück, einen Beruf auszuüben, der seine vollste Leidenschaft erweckt und ihn begeistert – die Zoologie. Das Jahr 1968 zeichnet den Beginn seiner Karriere. Es war ein turbulentes Jahr, ein Jahr an dem alles durch seine Erfolge bei „Jugend Forscht“ begann und seine Neugier für die Naturwissenschaften entzündete.
Heute ist Dr. Wolfgang Dreyer der Leiter des Zoologischen Forschungsmuseums der Universität Kiel, und bringt den Besuchern den reichen Fundus der Ostsee wie z.B. die berühmte Walausstellung näher. Dreyer blickt als Visionär weit voraus sowie schon sein Vorgänger, der große Forscher Karl August Möbius, erster Professor (1868) für Zoologie in Kiel und Gründer des Zoologischen Museum.
Möbius hat den Begriff der Lebensgemeinschaft, Biozönose, begründet. Dr. Dreyer lebt dieses Ansatz mit dem neuen Projekt „Museen am Meer“, einem Zusammenschluss von acht Kieler Museen, als Namensgeber, Mitinitiator und treibende Kraft heute weiter: „Unsere Region hat viel zu bieten – Verborgenes und Bekanntes und wir können gemeinsam stolz darauf sein. Jedes Museum hat seinen eigenen Fundus, dennoch arbeiten wir alle für ein Ganzes. Wenn alles vernetzt ist, ist mehr zu holen und es gibt noch viel Spannendes in Kiel ans Licht zu holen“ verspricht Dreyer.
1980 kam der Franke nach Kiel und möchte nie wieder weg. In Kiel findet Dreyer alles was er braucht – bezaubernde Landschaften, alte Wälder, Knicks, Steilküsten, Teiche und vor allem die Weite des Meeres und den hohen Himmel. Als Visionär braucht Dreyer den weiten Blick, denn „da kommt Energie und Freude her“.
Sein Herz hängt an der Stadt durch die „Schiffe, so groß wie Häuser fahren“. Die herbstliche „Milchglaszeit“ nutzt Dr. Dreyer, um zusammen mit seiner Ehefrau Bücher zu schreiben. Inzwischen füllen knapp 30 Naturführer die Regale, die in 12 Sprachen übersetzt wurden. Das Schreiben ist seine Leidenschaft, verrät der Wissenschaftler mit leuchtenden Augen. Kaum einer weiß, dass Dreyer für die bekannte norddeutsche Folkband „Godewind“ viele Texte schreibt. Dafür lernte der Süddeutsche sogar extra Plattdeutsch, um den Texten wie etwa das aktuelle Weihnachtslied „Winterreise“ die nötige Authentizität zu geben.
Wählen Sie Ihre Lieblingskieler
Sie können bis zu drei Kieler zu Ihren Lieblingskielern machen. Geben Sie dafür bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Wenn Sie gleichzeitig den Newsletter von Kiel-Marketing bestellen möchten, machen Sie einfach ein entsprechendes Häkchen.





