von Esmarch, Johann Friedrich August (†)

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(* 9. Januar 1823 in Tönning/Nordfriesland; † 23. Februar 1908 in Kiel)
Begründer des zivilen Samariterwesens in Deutschland und einer der bedeutendsten Unfallchirurgen des 19. Jahrhunderts.

Esmarch studierte Medizin in Kiel und Göttingen, wo er 1848 zum Doktor der Medizin promovierte. 1848 habilitierte er sich für Chirurgie. 1852 lehrte er als Privatdozent für Chirurgie und Augenheilkunde und wurde 1854 Professor und gleichzeitig Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik in Kiel. In seinem „Handbuch der Kriegschirurgischen Techniken“ von 1877 verarbeitete er seine medizinischen Erfahrungen aus dem Krieg, die Erste Hilfe hatte er bereits in seiner vielfach aufgelegten Schrift „Der erste Verband auf dem Schlachtfelde“ von 1869 propagiert. 1870 wurde er Generalarzt und beratender Chirurg der Armee. Es folgte 1882 die Gründung des „Deutschen Samariter-Vereins“ in Kiel. Nach diesem Vorbild wurden in verschiedenen deutschen Städten in den folgenden Jahren weitere Institutionen gegründet. 1896 wurde die offizielle Gründung des Deutschen Samariter-Bundes vollzogen.

1903 wurde Esmarch Ehrenbürger der Stadt Kiel. Noch zu Lebzeiten und in Anwesenheit des Geehrten wurde 1905 in Tönning das von Adolf Brütt geschaffene Standbild enthüllt. Esmarch verstarb in Kiel am 23. Februar 1908. Das Ehrengrab befindet sich in Kiel auf dem Parkfriedhof Eichhof.

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