Petersen, Sönke

Ein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf begleitet das Leben des 71-Jährigen. Seit 45 Jahren lebt Sönke Petersen in Dietrichsdorf. Er beschäftigt sich mit der Industrie- und Arbeitsgeschichte des Stadtteils und hat dazu viele Schriften veröffentlicht. Dieses Jahr wurde Petersen für seine herausragende Arbeit um den Erhalt der Alten Metallgießerei an der Schwentinemündung mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Schon1985 wehrte Petersen sich gegen den Abriss der Gießerei und gründete eine Bürgerinitiative, die fünf Jahre andauerte und letztendlich für den Verbleib des Gebäudes sorgte. Auf seine Initiative hin gründete sich 2003 der Verein Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei e.V. zu dessen Vorsitzenden man ihn wählte. Seither führte er ein ehrenamtliches Team von ca. 20 Personen mit beispielhaftem Engagement. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz wäre die Museumsarbeit nicht denkbar.
Der Einsatz wurde abschließend mit Erfolg gekrönt – seit 2007 ist die Gießerei ein Industriemuseum.

Neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit war Petersen 1982 bis 2003 Vorsitzender des Ortsbeirats Neumühlen-Dietrichsdorf/ Oppendorf sowie 1983 bis1991 SPD- Vorsitzender im Stadtteil, zeitweilig auch stellvertretender Kreisvorsitzender. Ferner von 2001 bis 2008 Initiator und Sprecher des Rates für Kriminalitätsverhütung. Des weiteren gehörte er mit Unterbrechungen über drei Jahrzehnte, bis 2008 dem Kirchenvorstand der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde an.

Petersens Engagement trug dazu bei aus dem Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf einen lebenswerten und vor allem liebenswerten Museumsstandort am Kieler Ostufer zu machen.

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