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Willi Holdorf zählt zu den wenigen deutschen Sport-Legenden. Das liegt an seiner Goldmedaille, die der am 17. Feburar 1940 in Blomersche Wildnis bei Glückstadt geborene Zehnkämpfer 1964 in Tokio gewann – oder vielmehr durch die Umstände dieses Sieges. Beim abschließenden 1500-m-Lauf durfte Holdorf 18 Sekunden auf den für die Sowjetunion startenden Esten Rein Aun verlieren – mit 14 Sekunden Rückstand taumelte er über die Ziellinie und brach danach total entkräftet zusammen. Hätte es vor 55 Jahren schon „youtube“ gegeben, die finale Sequenz wäre ein Click-Hit geworden. Holdorf trainierte später den Fußball-Bundesligisten Fortuna Köln, wurde mit Horst Floth Vize-Europameister im Zweierbob und ist dem THW Kiel seit Menschengedenken als Gesellschafter bzw. mittlerweile im Wirtschaftsausschuss eng verbunden.(KN/gmü)
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